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1950s Hofner 486 Gitarre Restaurierung

  • Arne Fröhling
  • 1. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Dies ist eine wunderschöne und seltene alte Hofner-Parlorgitarre mit dem romantischen Namen „486“.


Es handelt sich im Prinzip um einen Konzertgitarrenkorpus mit einem freischwebenden Hals und Steg, ähnlich einer Archtop-Gitarre.



Es wurde zwar für Stahlsaiten konzipiert, aber ich denke, man kann es auch mit Nylonsaiten spielen.


Optisch ist dieses Instrument in einem sehr guten Zustand, ohne größere Absplitterungen oder Beschädigungen. Der Hals ist gerade und die Bünde sind noch vollständig erhalten.


Ich werde hier auf zwei Hauptpunkte eingehen:


  1. Der Hals muss neu eingestellt werden.

  2. Es benötigt ein Schlagbrett.






Boden und Zargen sind aus sehr schönem, geflammtem Ahorn gefertigt. Die Decke ist aus massiver Fichte.














Die verstellbare Brücke ist ganz nach unten geschoben, und die Saitenlage ist immer noch hoch, etwa 5 mm am 12. Bund.













Der Hals selbst ist ziemlich gerade und ermöglicht eine niedrige Saitenlage.











Der Lack weist die typischen Risse auf.


Bei diesem Modell ist das Schlagbrett direkt auf die Oberseite geschraubt.


Ich werde also versuchen, für das neue Schlagbrett die gleichen Löcher zu verwenden.












Die aufwendige Einfassung der Halstasche macht die Arbeit nicht einfacher.


Da Hitze es leicht beschädigen kann, muss ich vorsichtig sein.











Ein Bund direkt über der Halstasche wird herausgezogen, damit ich dort ein kleines Loch in die Halstasche bohren kann.


Dorthin kann ich den Heizstab einführen und die Hals-/Körper Verbindung erwärmen.


















Der Hals ist ab.


Sieht gut aus.


Nun muss der alte Kleber entfernt werden.


Hier kann man auch leicht erkennen, dass die Decke aus Massivholz besteht.

Bei Höfner weiß man nie so genau...











Wieder mysteriöse Zeichen.














Die Halstasche wird sorgfältig gereinigt.














Und das gilt auch für den Halsfuß.




















Ich kann sie zusammenfügen und die Gitarre vom Boden heben, ohne dass Klebstoff verwendet werden muss.



Dann folgte die Anprobe...


Ich denke also, die Passform sollte noch gut genug sein.



Außerdem ist der Halsbereich durch die Hitze etwas trüb. Ansonsten merkt man gar nicht, dass der Hals jemals ab war.


Nun ist es mit Titebond Hautleim wieder angeklebt.


Ich lasse die Gitarre danach normalerweise mindestens eine Woche ruhen.








Ein neues Schlagbrett wurde aus Acrylglas gefertigt und in die Löcher geschraubt.



















Die Brücke hat nun fast ihre maximale Höhe erreicht. Daher besteht zukünftig noch Spielraum für Anpassungen.



Noch einige kleinere Anpassungen und Justierungen.




Und fertig.


Ich finde, Gitarren sind nach einer Halskorrektur oft lauter und lebendiger.


Das lässt sich aber schwer vergleichen und könnte teilweise an den neuen Saiten liegen...






 
 
 

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