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1950s Hofner 450 Archtop Restauration

  • Arne Fröhling
  • 1. Dez. 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 4. Dez. 2025


Hier kannst du sehen, wie ich eine alte Höfner 450 von ca. 1955 / 1956 restauriere.


Ab ca. 1956 war das Höfner Logo oben am linken "Bug"... Daher muss sie früher gebaut worden sein.


Sie ist optisch in gutem Zustand.


Man kann sie so zwar spielen, aber sie spielt sich furchtbar …














Sie ist ein bischen staubig und die Brücke ist möglicherweise nicht original.


















Der Hals hat eine starke Krümmung und keinen Halsstab.








Der Halswinkel muss korrigiert werden.


Die Brücke wurde bereits etwas heruntergeschliffen, aber man müsste noch ein paar Millimeter wegnehmen, um eine gute Saitenlage zu bekommen.


Sehr niedrige Brücken sind oft ein guter Hinweis darauf, dass das Instrument einen Halsreset benötigt.





Die Bünde sitzen schlecht.



Sie müssen ohnehin entfernt werden, damit ich das Griffbrett plan schleifen kann.










Die Bünde sind draußen.


Jetzt ist es Zeit, den Sattel zu entfernen.

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie er abgeht:

Am Stück oder in mehreren Teilen.


Ein Schlag mit dem Hammer. Ich benutze einen gerundeten Schleifklotz, um den Kontakt mit dem Sattel zu maximieren.








There you go.


Not too much superglue = no problem.


Also note the little dot behind the nut. This guitar seems to have a steel reeinforced neck.


I am not sure how much those reeinforcements actually do.



The previous owner had 0.13 strings on...









Jetzt habe ich die gesamte Hardware entfernt – bis auf das Tailpiece. Es wird noch von den originalen Nägeln gehalten, und es wird später kein Problem sein, es dranzulassen.


















Das Griffbrett hat ungefähr einen 7,25"-Radius.

Also werde ich diesen Radius zum Planen des Griffbretts verwenden.










Es gibt keine Möglichkeit, die Dots (Einlagen) herauszubekommen.

Wie auch immer – der Großteil des Schleifens wird an beiden Enden des Halses stattfinden und nicht so sehr in dem Bereich, in dem sich die Einlagen befinden.

Also wird das in Ordnung sein.


Jetzt gleiche ich den Hals mit schönem selbstklebendem 100er Schleifpapier aus.







Der Hals ist plan geschliffen. Da es keinen Halsstab gibt, habe ich ihm einen leichten Backbow gegeben.

Auf den Bildern ist das wahrscheinlich schwer zu erkennen.










Jetzt ist es Zeit, den Hals abzunehmen.

Ich werde den StewMac Heat Stick verwenden.

Dafür müssen ein paar Löcher in der richtigen Tiefe gebohrt werden.












Dein schlimmster Gegner bei einem Neck-Reset ist deine eigene Geduld.

Dieser hier ist schön sauber abgegangen.

Man kann die Löcher sehen, die für den Heat Stick in die Halstasche gebohrt wurden.







Ich bin mir nicht sicher, was diese Zahlen bedeuten.

Vielleicht weiß es ja jemand?

Man findet sie auf den meisten Höfner-Instrumenten …





Jetzt müssen der Halsfuß und die Halstasche gereinigt werden.

Der Hals war mit Hautleim verklebt. Das ist großartig, weil er sich leicht reinigen und wiederbeleben lässt.


Das könnte der erste Hals-Reset sein, den diese Gitarre in 60 Jahren bekommt …












Jetzt bereite ich den Hals für das Nachsetzen der Bünde vor.

Die Säge hat eine Tiefenbegrenzung.

Das hinterlässt oft Spuren auf dem Griffbrett.













Deshalb habe ich bisher nur 100er Schleifpapier verwendet.

Jetzt wird das Griffbrett bis 400er Körnung geschliffen. Man kann auch noch höher gehen, aber für ein schönes Gefühl an den Fingern reicht es.


Danach bekommt es etwas Öl.


Auch die Löcher für den Heat Stick wurden verschlossen. Sie werden nicht unsichtbar sein, aber schwer zu erkennen, sobald die Bünde wieder eingesetzt sind.






Jetzt ist es Zeit, die Bünde einzusetzen.

In den 50ern und 60ern wurden andere Bünde verwendet als heute (man könnte sagen: schlechter…).

Die Bundschlitze sind nur 0,4 mm breit.

Moderne Bünde passen in Schlitze von etwa 0,6 mm..




Wie auch immer. Ich werde das zu meinem Vorteil nutzen und moderne Bünde in die 0,4 mm-Bundschlitze der ersten paar Bünde einsetzen.

Das gibt dem Hals in diesem Bereich zusätzliche Stabilität und ein bisschen mehr "Backbow".

Dieses Griffbrett wollte offenbar wirklich neue Bünde. Sie lassen sich ganz glatt einsetzen.












Fertig.

Jetzt ist es Zeit, die Bundenden zu bearbeiten.

Zuerst feile ich sie ab.













Dann gehe ich mit einer Bundendenfeile die erste Runde, um sie rund zu machen.

Entschuldigung für das verschwommene Bild …









Jetzt ist es Zeit zu überprüfen, wie gleichmäßig die Bünde sitzen.

Ich bin damit zufrieden.

Aber es gibt noch ein paar Bünde, die ein kleines Stück herausstehen.














So its time to level the frets a just little bit with the big file.









Jetzt müssen die Bünde verrundet werden.


Die Abrundfeile sollte ungefähr die gleiche Breite wie die Bünde haben.
















Jetzt noch etwas weiteres Schleifen und Polieren, da die große Abrundfeile Spuren hinterlässt.



Für ein gutes Gefühl an den Fingern reicht das Polieren von Hand völlig aus.



Noch eine Runde mit dem Bundlineal… Gut. Fertig mit dem Bünde-Einsetzen.









Jetzt ist es Zeit, den Hals wieder einzusetzen.

Ich werde diesen Hals zusätzlich verschrauben.

Die Schraube wird nicht sichtbar sein, da sie von innen festgeschraubt wird.

Das Loch, das man sehen kann, ist nicht für die Schraube, sondern war schon vorher da …










Der Hals wird von innen mit einer einzelnen M5-Schraube befestigt.

Im Halsfuß befindet sich eine passende Gewindebuchse.

Man kann die Schraube von innen mit einem sehr langen Schraubendreher durch das Gurtknopfloch am unteren Ende der Gitarre erreichen.

Es ist ein bisschen knifflig, die Schraube mit den Scheiben an ihren Platz zu bekommen…

Der Hals könnte auch problemlos mit Knochenleim verklebt werden. Alle Teile sind gereinigt und die Halstasche passt gut.

Die einzelne Schraube reicht jedoch völlig aus. Und sie macht Reparaturen und Wartung in der Zukunft viel einfacher, weil man den Hals abnehmen kann.

Eine Stück Furnier wurde verwendet, um den Halswinkel zu korrigieren und die maximale Brückenhöhe zu erreichen.





Der Hals ist wieder dran.










Ein Wirbelknopf war nicht original. Leider habe ich den Originalen nicht.

Aber ich hatte einen, der viel besser aussah, also habe ich ihn angebracht.















Noch ein Kontrolle mit Licht und Spiegel von innen.

Alles sieht gut aus und es gibt keine losen Balken oder Schäden.
















Ich habe die Brücke wiederverwendet. Sie passte bereits gut auf die Decke und sieht auf dieser Höfner gut aus.

Nur noch ein kleines Feintuning mit den Sattel-Feilen.



















Jetzt ziehe ich ein paar Martin Lifespan Saiten 0,10 auf, die ich noch übrig hatte.




Und jetzt kommt der große Moment, in dem man sie stimmen und spielen kann.














Optisch hat sich nicht viel verändert. Ich habe sie nur gereinigt.


Aber das ist eine ganz andere Gitarre als die, die man auf dem ersten Bild sieht ;)

Sie spielt sich jetzt wie Butter, erlaubt eine sehr niedrige Saitenlage (etwa 1,8 mm tiefe E-Saite am 12. Bund), hat eine gute hohe Brücke und einen geraden Hals.








Hier könnt ihr sie hören:


















 
 
 

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